Bhumjaithai schweigt zum Versprechen einer ‚Sonderwirtschaftszone‘ für Phuket
Obwohl es ein zentrales Element der Wahlkampagne der Partei war, wurde kein formeller Vorschlag im Parlament eingebracht, kein gesetzlicher Rahmen veröffentlicht und kein Zeitplan festgelegt – was eine wachsende Lücke hinterlässt zwischen…
Der stellvertretende Premierminister Supajee Suthamphan hat die Einrichtung einer Sonderwirtschaftszone (SEZ) für Phuket versprochen – ein zentrales Wahlkampfversprechen der Bhumjaithai-Partei. Doch mehr als zwei Monate nach der nationalen Wahl gibt es weiterhin keinen formellen Fortschritt. Bis zum 19. April wurde weder ein Gesetzesentwurf, noch ein politischer Rahmen oder ein Zeitplan für die Umsetzung der SEZ dem Parlament vorgelegt oder öffentlich gemacht, obwohl das öffentliche Interesse daran wächst, wie die geschätzten B500 Milliarden jährlichen Tourismuseinnahmen von Phuket verwaltet werden.
Fehlende Gesetzesinitiative und Reaktion der Partei
Mehrfache Versuche von The Phuket News, seit dem 10. Februar eine Stellungnahme von Vertretern der Bhumjaithai-Partei und von Frau Supajee zu erhalten, blieben unbeantwortet. Es wurde kein SEZ-Gesetzentwurf eingebracht und keine operativen Details veröffentlicht, sodass der Vorschlag laut Oppositionsabgeordneten weiterhin auf dem Niveau von Wahlkampfrhetorik verbleibt.
Phuket-Abgeordneter Chalermpong Saengdee bestätigte, dass es bis zum 3. April keine formelle Initiative gegeben habe, den SEZ-Vorschlag dem Parlament vorzulegen. Er bezeichnete das Fehlen konkreter Maßnahmen als typisch für den Wahlkampf und nicht als Zeichen bevorstehender Reformen.
Alternative Initiativen und politische Differenzen
Bei einer öffentlichen Anhörung des Innenministeriums am 9. März wurde das Modell einer „Hometown Tax“ vorgestellt, das es ermöglichen würde, bis zu 10 % der in einer Region erhobenen Einkommensteuer lokal auszugeben. Dieses Instrument hat bereits steuerlich begünstigte Spenden in Phuket ermöglicht, etwa zur Finanzierung des neuen Krebszentrums des Vachira Phuket Hospital.
Sowohl Abgeordneter Chalermpong als auch sein Kollege Somchart Techathaworncharoen aus Phuket argumentierten, dass solche Maßnahmen keine echte Dezentralisierung darstellen. Sie verwiesen auf eine konkurrierende Initiative der People’s Party, die neun Gesetzentwürfe zur Dezentralisierung eingereicht hat. Diese zielen darauf ab, die lokale Selbstverwaltung zu stärken, unter anderem durch die Übertragung von Befugnissen für Kreditaufnahme, Anleiheemission und Haushaltsführung an die Kommunen.
Das Fehlen von Details beim SEZ-Vorschlag steht im Gegensatz zum Ansatz der People’s Party, die die lokale Verwaltung durch drei Säulen umstrukturieren will: Ausbau der administrativen Befugnisse, Erweiterung der Einnahmequellen und Stärkung der finanziellen Kontrolle. Frühere Versuche, ein spezifisches Verwaltungsmodell für Phuket zu schaffen, wie das Phuket Metropolitan Administration Act, scheiterten an rechtlichen Hürden.
Quelle: https://www.thephuketnews.com/bhumjaithai-silent-on-pledge-for-phuket-special-economic-zone-99885.php