Gericht in Hong Kong verurteilt Bandenmitglied in Fall mit Bezug zu Massagejob-Betrug in Phuket
Ein Gericht in Hong Kong hat ein 70-jähriges Bandenmitglied in einem Prostitutionsfall mit zwei Thai-Frauen zu einem Jahr Haft verurteilt. Eine von ihnen war zu einer Stelle vermittelt worden, die sie für einen Job als Massagetherapeutin in Phuket hielt. Laut der Bangkok Post, di
Ein Gericht in Hong Kong hat ein 70-jähriges Bandenmitglied in einem Prostitutionsfall mit zwei Thai-Frauen zu einem Jahr Haft verurteilt. Eine von ihnen war zu einer Stelle vermittelt worden, die sie für einen Job als Massagetherapeutin in Phuket hielt.
Laut der Bangkok Post, die sich auf das Verfahren vor dem District Court in Hong Kong berief, wurden die beiden Thai-Frauen 2023 aus Thailand nach Hong Kong verschleppt, nachdem sie auf Jobbetrug hereingefallen waren. Gerichtsunterlagen aus einer früheren Anhörung zeigten, dass eine der Frauen, damals 41 Jahre alt, an einen Job als Massagetherapeutin in Phuket vermittelt worden war.
Das Gericht hörte, dass sie erst kurz vor dem Check-in am Flughafen entdeckte, dass ihr Ziel Hong Kong war. Sie bestieg den Flug dennoch und sagte später, ihr sei erst nach der Ankunft in einer Wohnung in der Temple Street in Yau Ma Tei klar geworden, dass sie in die Prostitution gezwungen worden war.
Die beiden Frauen, beide damals in ihren 40ern, kamen am 7. Feb 2023 in Hong Kong an. Vor Gericht hieß es, Chiu Hon-leung habe andere Bandenmitglieder angewiesen, sie in der Wohnung einzusperren und sie zur Sexarbeit zu zwingen.
Die Frauen alarmierten das thailändische Konsulat in Hong Kong und wurden am nächsten Tag von der Polizei gefunden. Eine von ihnen nutzte ihr Telefon, um von der Wohnung aus Bilder der Straße aufzunehmen und sie an ihren Freund in Thailand zu schicken, während das thailändische Konsulat auch ihren Echtzeit-Standort erhielt.
Richter Ernest Lin Kam-hung sagte, der Fall betreffe den Menschenhandel mit zwei Ausländerinnen nach Hong Kong zum Zweck der Prostitution, merkte jedoch an, dass Chiu nie direkt mit den Opfern gesprochen oder sie getroffen habe.
Das Gericht verurteilte auch Chius Untergebene Ke Jinmei zu sieben Monaten Haft. Vor Gericht wurde bekannt, dass Chiu Ke in einem Gruppenchat angewiesen hatte, sich um die Thai-Frauen zu kümmern und ihnen Feuchttücher sowie Mundspülung bereitzustellen, um sie auf die Sexarbeit vorzubereiten. Ke sagte der Polizei, ihre Aufgabe sei es gewesen, Kunden in die Wohnung zu bringen.
Zwei weitere Mitangeklagte hatten sich zuvor in derselben Sache schuldig bekannt.
Der Fall zeigt, wie eine mit Phuket verknüpfte Jobvermittlung Teil der Ereigniskette war, die zum Menschenhandel einer Thai-Frau nach Hong Kong führte.