Thailands Außenminister kritisiert die USA wegen Kriegsfolgen und mangelnder Unterstützung
Thailands Außenminister kritisiert die USA wegen Kriegsfolgen und mangelnder Unterstützung — bestätigte Details in dieser Phase für Leser in Phuket.
Thailands Außenminister Sihasak sagte in einem am Montag, Apr. 27, veröffentlichten Interview, die Vereinigten Staaten hätten Thailand nicht dabei geholfen, die wirtschaftlichen Schäden durch den Krieg zu bewältigen. Er argumentierte, der Konflikt „hätte gar nicht stattfinden dürfen“. In Krabi, nicht weit von Phuket, sagte er der Washington Post, Thailand sei dazu gedrängt worden, sich stärker mit Russland und China einzulassen, während die Kosten für Treibstoff und Düngemittel stiegen.
Er sagte, Vertreter der Trump administration hätten sich der Folgen offenbar bewusst gezeigt, Thailand jedoch keine direkte Unterstützung angeboten. Die einzige Geste der USA sei, so sagte er, das Angebot von Präsident Donald Trump gewesen, dass Länder mit Treibstoffbedarf amerikanisches Öl und Gas kaufen könnten.
Thailand wendet sich bei Energie und Düngemitteln an Russland und China
Thailand und andere Länder Südostasiens sind von Störungen im Schiffsverkehr im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten hart getroffen worden, was die Preise für Treibstoff und Düngemittel in die Höhe trieb. Dieser Druck hat Bangkoks Suche nach alternativen Lieferanten verstärkt.
Landwirtschaftsminister Suriya Jungrungreangkit reiste kürzlich nach Moscow, um mit russischen Vertretern über Düngemittellieferungen zu verhandeln. Thailand bemüht sich zudem um russisches Rohöl, doch Sihasak sagte, thailändische Banken zögerten wegen Bedenken, möglicherweise gegen US-Sanktionen zu verstoßen.
Minister verweist auf die Unberechenbarkeit der USA und lobt Chinas Beständigkeit
Sihasak sagte, er sei vergangene Woche nach Oman gereist, um sich für eine sichere Passage durch die Strait of Hormuz einzusetzen. Er habe den Eindruck mitgenommen, dass omanische Vertreter kurzfristig nicht optimistisch auf eine Waffenruhe blickten.
Er sagte, er teile diese Einschätzung, und beschrieb die Ziele der Trump administration als ständig wechselnd. Dem Interview zufolge schien der Fokus der USA zeitweise auf einem Regimewechsel zu liegen, während er nun offenbar auf die Beendigung von Irans Atomprogramm gerichtet ist.
Sihasak verwies zudem auf Trumps Zollkampagne und den raschen Abbau von US-Hilfsprogrammen als Zeichen einer breiteren politischen Instabilität. Im Gegensatz dazu habe sich China in Asien als verlässlicherer Partner präsentiert, auch wenn das Land bei Kerninteressen weiterhin wie eine Supermacht handle.
Source: https://www.thephuketnews.com/thai-foreign-minister-voices-frustration-with-us-100061.php