Videos zeigen Touristen mit geschützten Papageifischen und Seestern an Strand in Phuket
Einheimische in Phuket fordern rechtliche Schritte gegen eine Gruppe chinesischer Staatsangehöriger, nachdem online Videos verbreitet wurden, die sie bei der Jagd auf geschützte Papageifische und beim Hantieren mit einem Seestern am Kata Beach zeigen. Das Filmmaterial, das sich verbreitete…
Am 11. Mai kursierten online Videos, die chinesische Touristen mit geschützten Papageifischen und einem Seestern am Kata Beach in Phuket zeigen und Forderungen nach rechtlichen Schritten wegen mutmaßlicher Schädigung des Meereslebens auslösten. Das Filmmaterial, das Berichten zufolge am Kata Beach im Unterbezirk Karon, Bezirk Mueang, aufgenommen wurde, zeigte einen Mann, der mehrere tote Fische, darunter leuchtend bunte Papageifische, in der Hand hielt, während Frauen aus der Gruppe mit einem Seestern posierten.
Aufnahmen lösen Kritik am Umgang mit Wildtieren aus
Ein ausländischer Tourist, bei dem es sich Berichten zufolge um einen Russen handelte, war nach online geteilten Schilderungen ebenfalls zu sehen, wie er sich der Gruppe anschloss, um Fotos mit den Fischen zu machen.
Die Videos verbreiteten sich weit in den thailändischen sozialen Medien und riefen Kritik von Umweltschützern und anderen hervor, die infrage stellten, warum keine sofortigen Maßnahmen zur Durchsetzung des Gesetzes angekündigt worden waren.
Mehrere Online-Kommentare warfen den Behörden vor, Gesetze unterschiedlich auf thailändische Staatsangehörige und Ausländer anzuwenden. Ein Kommentator behauptete zudem, Papageifische auf einem Frischmarkt in Phuket zum Verkauf gesehen zu haben.
Schutzstatus und mögliche Strafen
Papageifische stehen in Thailand unter Schutz, weil sie Algen abweiden, die auf Korallen wachsen, und damit zur Gesundheit der Riffe und zum ökologischen Gleichgewicht beitragen.
Seesterne sind nach thailändischem Recht nicht als geschützte Tiere eingestuft, doch wenn man sie aus dem Meer entfernt oder unsachgemäß anfasst, können sie verletzt oder getötet werden und Meeresökosysteme geschädigt werden.
Nach dem Nationalparkgesetz von Thailand kann die Jagd auf Meereslebewesen innerhalb von Nationalparkgebieten mit bis zu fünf Jahren Haft, einer Geldstrafe von bis zu 500.000 Baht oder mit beidem geahndet werden.
Die Polizei und zuständige Behörden hatten die Identitäten der auf dem Filmmaterial zu sehenden Personen öffentlich noch nicht bestätigt, und Festnahmen waren nicht gemeldet worden. Der Fall folgt auf einen ähnlichen Vorfall im vergangenen Jahr in Phuket, bei dem ein chinesischer Tourist dabei gefilmt wurde, wie er leuchtend bunte Fische fing, bei denen es sich vermutlich um geschützte Arten handelte; eine spätere öffentliche Aktualisierung gab es nicht.
Source: https://thethaiger.com/news/phuket/chinese-tourists-condemned-for-hunting-protected-fish-in-phuket