Behörden in Phuket untersuchen Touristen, die nahe Cape Panwa beim Umgang mit Meeresschildkröte gefilmt wurden
Die Behörden untersuchen die Identität ausländischer Touristen, die in einem viral verbreiteten Video zu sehen sind, wie sie nahe Cape Panwa in Phuket eine Meeresschildkröte anfassen. Hintergrund sind Bedenken, dass die Begegnung dem geschützten Meerestier geschadet haben könnte.
Die Behörden untersuchen die Identität ausländischer Touristen, die in einem viral verbreiteten Video zu sehen sind, wie sie nahe Cape Panwa in Phuket eine Meeresschildkröte anfassen. Hintergrund sind Bedenken, dass die Begegnung dem geschützten Meerestier geschadet haben könnte.
Die Facebook-Seite Phuket Times veröffentlichte das Material am Samstag, 23. Mai. Das Video zeigt mehrere ausländische Touristen, die abwechselnd eine Meeresschildkröte hochhalten und dabei für Fotos und Videos posieren. In der Bildunterschrift zu dem Clip hieß es, die Ausländer hätten die Schildkröte für ein Foto eingefangen und das Tier habe versucht zu entkommen, bevor es erneut festgehalten wurde.
Das Video löste online eine Debatte aus. Einige Nutzer in den sozialen Medien kritisierten die Touristen dafür, sich in die Meeresfauna eingemischt zu haben, während andere sagten, die Schildkröte wirke nicht verletzt. Mehrere Kommentatoren forderten die Behörden auf klarzustellen, ob das Verhalten der Touristen gegen thailändisches Recht verstieß oder dem Tier Schaden zufügte.
Ortsansässige Fischer sagten Channel 7, sie hätten zuvor zwei Meeresschildkröten nahe Cape Panwa schwimmen sehen, und erklärten, die Tiere hielten sich normalerweise von Menschen und Fischerbooten fern. Sie vermuteten, dass es sich bei der Schildkröte in dem Video um ein Jungtier handeln könnte, das durch raue See von seinem üblichen Lebensraum getrennt wurde.
Der Account für Umweltaufklärung Environman schrieb am 25. Mai, dass das Berühren von Meeresschildkröten und anderen Wildtieren in ihrem natürlichen Lebensraum in mehreren Ländern schwere Strafen nach sich ziehen könne. Der Account erklärte, dass Thailands Wildlife Conservation and Protection Act zwar vor allem die Jagd auf und den Besitz von geschützten Tieren erfasse, Handlungen, die Wildtieren Schaden zufügen oder sie in Stress versetzen, jedoch ebenfalls Rechtsverstöße darstellen könnten.
Dem Account zufolge sind Stress und Verhaltensänderungen, die durch menschliche Eingriffe verursacht werden, möglicherweise nicht sofort sichtbar, können Meeresökosystemen mit der Zeit jedoch dennoch schaden.
Channel 7 berichtete, dass bislang keine Regierungsbehörde eine offizielle Stellungnahme zu dem Fall abgegeben habe. Der Sender erklärte jedoch, Polizei und zuständige Beamte untersuchten den Vorfall und prüften mögliche rechtliche Schritte gegen die Beteiligten.