Behörden in Phuket verschärfen Ebola-Überwachung und Quarantänemaßnahmen
Die Behörden in Phuket haben die Ebola-Überwachung und Quarantänemaßnahmen verschärft, nachdem Thailand die Demokratische Republik Kongo und Uganda offiziell als von einer gefährlichen übertragbaren Krankheit betroffene Gebiete eingestuft hat. Die Maßnahmen wurden am 26. Mai bei
Die Behörden in Phuket haben die Ebola-Überwachung und Quarantänemaßnahmen verschärft, nachdem Thailand die Demokratische Republik Kongo und Uganda offiziell als von einer gefährlichen übertragbaren Krankheit betroffene Gebiete eingestuft hat.
Die Maßnahmen wurden am 26. Mai bei der ersten Sitzung 2026 des Phuket Provincial Communicable Disease Committee erörtert, die unter dem Vorsitz von Phuket-Gouverneur Nirat Pongsitthaworn im Phuket Provincial Public Health Office stattfand.
Gouverneur Nirat sagte, Phuket müsse als vorderste Verteidigungslinie handeln, da die Insel ein wichtiger internationaler Zugangspunkt mit vielen internationalen Direktflügen sei. Er sagte, der Phuket International Airport empfange weiterhin täglich Zehntausende internationale Reisende. Die Behörden griffen auf Erfahrungen aus der Covid-19-Pandemie zurück und hätten bereits Notfallreaktions- und Überwachungsmaßnahmen eingerichtet.
Das Treffen folgte einer Anweisung des Ministry of Public Health, nachdem die World Health Organization Ebola-Ausbrüche in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite erklärt hatte. Die Bekanntmachung des Ministeriums wurde am 20. Mai in der Royal Gazette veröffentlicht und trat am 21. Mai in Kraft.
Der Leiter des Phuket Provincial Public Health Office, Dr Dusadee Kongtrakulsap, sagte, derzeit hielten sich etwa 11 Reisende aus Hochrisikoländern in Phuket auf. Alle seien Touristen ohne Symptome und stünden unter enger Beobachtung. Zudem sollten sie Thailand am Donnerstag und Sonntag verlassen.
Zu den strengsten nun geltenden Maßnahmen gehört eine verpflichtende 21-tägige Quarantäne für Reisende aus Hochrisikoländern. Die Behörden bereiten sich zudem auf eine mögliche nationale Politikänderung vor, wonach Flüge aus Hochrisikoländern nur noch auf Bangkoks Suvarnabhumi Airport landen dürften, während Phuket bereit bleibt, verbleibende Ankünfte unter verschärften Überwachungsverfahren abzufertigen.
Dr Dusadee sagte in der Sitzung, dass sich Ebola anders verbreite als Covid-19. Das Virus sei nicht luftgetragen und werde nicht durch Husten oder Niesen übertragen, sondern durch direkten Kontakt mit Blut, Körperflüssigkeiten oder Sekreten infizierter Patienten; das höchste Risiko bestehe in der Regel für enge Pflegepersonen und Familienmitglieder. Die Inkubationszeit liege zwischen zwei und 21 Tagen.
Er fügte hinzu, dass es keine spezifische Heilung für Ebola gebe und die Behandlung auf unterstützende Versorgung ausgerichtet sei. Historische Sterblichkeitsraten hätten zwischen 39.5% und 66% gelegen, während bei jüngeren Ausbrüchen in der Demokratischen Republik Kongo Todesraten von etwa 11% bis 32.5% verzeichnet worden seien.
Der Generaldirektor des Department of Disease Control, Montien Kanasawat, sagte, der aktuelle Ausbruch des Bundibugyo-Stamms von Ebola habe in der Demokratischen Republik Kongo 867 Verdachtsfälle und 214 Todesfälle verursacht, während Uganda fünf Infektionen und einen Todesfall bestätigt habe.
Dr Dusadee sagte, in Thailand gebe es derzeit keine bestätigten oder vermuteten Ebola-Fälle.
Der Präsident der Phuket Provincial Administrative Organisation, Rewat Areerob, sagte, lokale Verwaltungsorgane und der Privatsektor beobachteten die Lage aufmerksam und vertrauten nach den Erfahrungen aus der Covid-19-Zeit weiterhin auf das öffentliche Gesundheitssystem.
Gouverneur Nirat und Rewat riefen Einwohner und Touristen dazu auf, sich auf offizielle Informationen des Phuket Provincial Public Relations Office und des Phuket Provincial Public Health Office zu verlassen, um Panik durch Gerüchte oder Falschinformationen zu vermeiden.
Landesweit konzentrieren sich das Ministry of Public Health und das Department of Disease Control auf verschärfte Kontrollen an Flughäfen und Grenzübergängen. Fluggesellschaften müssen Passagiere aus betroffenen Ländern darüber informieren, ihre Reisedaten vor dem Abflug zu registrieren. Ausländische Reisende müssen dafür das System Thailand Digital Arrival Card nutzen, während thailändische Staatsangehörige sich über das System Thai Health Pass registrieren müssen. Beamte der Seuchenkontrolle führen außerdem Temperaturkontrollen, Gesundheitsbewertungen und eine 21-tägige Nachverfolgung bei Ankommenden aus betroffenen Ländern durch.
Das Department of Disease Control hat thailändischen Bürgern geraten, auf nicht notwendige Reisen in Ausbruchsgebiete zu verzichten. Rückkehrer aus Hochrisikoländern, die innerhalb von 21 Tagen Fieber oder ungewöhnliche Symptome entwickeln, sollen umgehend ärztliche Hilfe suchen und ihre Reisegeschichte offenlegen.