Behörden nehmen in Phuket mehr als 600 Firmen wegen Strohfimen für Ausländer ins Visier
Die Polizei leitete am Dienstag in Phuket eine neue Razzia gegen Unternehmen ein, die verdächtigt werden, thailändische Staatsangehörige als Strohleute für ausländische Eigentümer einzusetzen.
Die Polizei leitete am Dienstag in Phuket eine neue Razzia gegen Unternehmen ein, die verdächtigt werden, thailändische Staatsangehörige als Strohleute für ausländische Eigentümer einzusetzen. Nach einer Auftaktzeremonie um 6 Uhr vor der Polizeiwache der Stadt Phuket rückten Suchteams nach Patong vor.
Bis 9 Uhr durchsuchten behördenübergreifende Teams in Patong im Bezirk Kathu Hotels, Autovermietungen, Reiseveranstalter, Restaurants und damit verbundene Unternehmen, die im Verdacht stehen, gegen Thailands Gesetze zu Strohmännern zu verstoßen. Die Aktion erfolgte auf Grundlage von Durchsuchungsbeschlüssen des Provinzgerichts Phuket und ist Teil der dritten Phase einer landesweiten Kampagne.
Geleitet wurde das Vorgehen vom stellvertretenden Chef der Nationalpolizei, Polizeigeneral Samran Nualma, und dem Generalinspekteur der Nationalpolizei, Polizeigeneralleutnant Nophasil Phoolsawat. Beteiligt waren außerdem hochrangige Beamte der Polizei Region 8, der Provinzpolizei Phuket, der Einwanderungsabteilung 6 sowie Vertreter des Amts für Unternehmensentwicklung, der Landbehörde und anderer Behörden.
Die Polizei erklärte, die Aktion folge Anweisungen von Premierminister Anutin Charnvirakul und dem Chef der Königlichen thailändischen Polizei, Polizeigeneral Kitrat Phanphet, die Maßnahmen gegen den illegalen Einsatz thailändischer Staatsangehöriger zur Haltung von Vermögenswerten oder zum Betrieb von Unternehmen im Auftrag von Ausländern zu verstärken.
Die Behörden erklärten, die Ermittler untersuchten Unternehmensstrukturen und Beteiligungsverhältnisse, die offenbar darauf ausgelegt seien, Ausländern über thailändische Strohleute den Besitz von Land oder den Betrieb beschränkter Geschäfte zu ermöglichen.
„Sollten Handlungen als Strohmänner-Konstruktionen eingestuft werden oder gegen einschlägige Gesetze verstoßen, werden entschlossene rechtliche Schritte eingeleitet“, sagte Polizeigeneralleutnant Nophasil.
Den Ermittlern zufolge gibt es in Phuket mehr als 30.000 eingetragene Unternehmen, darunter mehr als 11.000 mit ausländischen Anteilseignern. Die Behörden erklärten, eine Analyse habe mehr als 600 Unternehmen identifiziert, bei denen der Verdacht auf einen Betrieb als Strohfirma bestehe.
Die Polizei erklärte, frühere Phasen der Ermittlungen hätten bereits zu Vorladungen, Haftbefehlen und ausgeweiteten Untersuchungen gegen eine Reihe von Unternehmen geführt.
Die Kampagne richtet sich auch gegen illegalen Landbesitz. Die Behörden erklärten, Ermittlungen in Phuket, Krabi und Phang Nga hätten mehr als 46 Rai Land identifiziert, die mutmaßlich mit Strohmänner-Konstruktionen verbunden seien und deren geschätzter Gesamtwert mehr als 1,05 Milliarden Baht betrage.
Allein in Phuket untersuchen die Ermittler rund 15 Rai und 13 Quadrat-Wah Land, die mit mutmaßlichen Strohmänner-Strukturen in Verbindung stehen.
Die Behörden erklärten, die Kampagne richte sich nicht gegen legitime ausländische Investitionen, sondern solle sicherstellen, dass Unternehmen legal tätig sind, fairer Wettbewerb gewährleistet wird und Thailands wirtschaftliche Interessen geschützt werden.
Das Amt für Unternehmensentwicklung und die Landbehörde stellten außerdem rechtliche Informationen bereit, damit Betreiber die rechtmäßigen Wege für den Geschäftsbetrieb verstehen können.
Die Behörden warnten zudem Anwaltskanzleien, Buchhalter und Unternehmensberater, dass gegen diejenigen rechtliche Schritte eingeleitet werden könnten, die Kunden dabei beraten, wie sie thailändische Gesetze gegen Strohmänner umgehen können.
Die Polizei erklärte, die Königliche thailändische Polizei werde die Ermittlungen und die konsequente Durchsetzung der Gesetze fortsetzen, um das Vertrauen in Phuket und die gesamte Andamanenregion als Investitions- und Tourismusziele zu wahren.