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Phuket-Abgeordneter erhebt Vorwürfe zu thailändischem Ausweissystem im Wert von 1 Mrd. Baht mit Verbindungen zu chinesischem Strohmannnetzwerk

Der Abgeordnete der People’s Party, Chalermpong, hat eine dringende Untersuchung möglicher Korruption bei der Ausstellung thailändischer Ausweisdokumente und der Vergabe der Staatsbürgerschaft gefordert. Er behauptet, ein chinesischer Staatsangehöriger habe bis zu 1 Mio. Baht pro Ausweis verlangt.

Phuket-Abgeordneter erhebt Vorwürfe zu thailändischem Ausweissystem im Wert von 1 Mrd. Baht mit Verbindungen zu chinesischem Strohmannnetzwerk

Der Abgeordnete der People’s Party, Chalermpong, hat eine dringende Untersuchung möglicher Korruption bei der Ausstellung thailändischer Ausweisdokumente und der Vergabe der Staatsbürgerschaft gefordert. Er behauptet, ein chinesischer Staatsangehöriger habe bis zu 1 Mio. Baht pro Ausweis verlangt.

Bei einer Sitzung des Parlaments am 15. Juli erklärte Chalermpong, der Abgeordnete für den Wahlkreis 2 von Phuket, der Fall sei im Zuge einer Untersuchung mutmaßlicher chinesischer Strohmannunternehmen in Phuket aufgekommen. Seinen Angaben zufolge erwarb die betreffende Person unter verdächtigen Umständen die thailändische Staatsbürgerschaft, hält Anteile an fünf Unternehmen in Phuket und fungiert als Vermittler für ausländische Investoren.

Nach Angaben Chalermpongs arrangiert die Person Makler- und Immobilientransaktionen und hilft chinesischen Staatsangehörigen, thailändische Ausweise zu erhalten oder ihren Staatsbürgerschaftsstatus zu ändern. Er sagte, die mutmaßliche Dienstleistung koste bis zu 1 Mio. Baht pro Ausweis.

Beim Handelsamt der Provinz Phuket wurden Beschwerden eingereicht, in denen geprüft werden soll, ob die Geschäftstätigkeiten der Person illegale Strohmannkonstruktionen darstellen. Eine separate Beschwerde ging beim Damrongtham-Zentrum der Provinz Phuket, der Ombudsstelle der Provinz, ein. Darin wird eine Untersuchung der Rechtmäßigkeit des thailändischen Ausweises und der Personenstandsunterlagen der betreffenden Person gefordert.

Chalermpong sagte, die Person habe zuvor Registrierungsdokumente im Norden Thailands besessen, bevor sie ihren Haushaltsregistereintrag nach Phuket übertragen ließ. Er forderte das Innenministerium auf, die Untersuchung zu beschleunigen und die Fakten festzustellen. Dabei verwies er auf Bedenken hinsichtlich Korruption, der illegalen Ausstellung von Ausweisen und der Auswirkungen auf die Beschäftigungsmöglichkeiten thailändischer Bürger in Phuket.

Er erhob die Vorwürfe auf einer Pressekonferenz mit seinen Parteikollegen von der People’s Party, Piyarat Jongthep und Romdon Panjor. Diese präsentierten weitere Erkenntnisse ihrer Untersuchung eines mutmaßlichen illegalen chinesischen Investitionsnetzwerks. Die Abgeordneten erklärten, das größere Netzwerk habe einen wirtschaftlichen Schaden von mehr als 70 Mrd. Baht verursacht, und sagten, Finanzermittlungen hätten Geldflüsse zu den Familien wichtiger Verdächtiger zurückverfolgt.

Auf der Pressekonferenz wurde außerdem ein separater Fall in Bangkok angesprochen, bei dem ein Kind einer chinesischen Mutter in einem privaten Krankenhaus im Gebiet Rama 9 geboren wurde. Die Abgeordneten behaupteten, ein 22-jähriger Thailänder sei als Vater eingetragen worden, obwohl die Polizei später festgestellt habe, dass er ein umfangreiches Strafregister besitze und flüchtig sei.

Sie erklärten, Krankenhausmitarbeiter hätten die Geburtsregistrierung direkt mit den Bezirksbehörden abgewickelt, was den Verdacht auf eine entgeltliche Dienstleistung geweckt habe, die den Erwerb der thailändischen Staatsbürgerschaft erleichtern sollte. Die Abgeordneten forderten formelle Ermittlungen gegen die an der Geburtsregistrierung und der Genehmigung von Staatsbürgerschaften beteiligten Beamten und Behörden, eine Aussetzung der Ausstellung thailändischer Reisepässe in Fällen, die untersucht werden, sowie eine Klärung der Frage, wie mit Kindern verfahren werden soll, wenn eine durch betrügerische Mittel erlangte Staatsbürgerschaft später widerrufen wird.