Gericht in Phuket weist Klage über 5 Millionen Baht wegen Ein-Stern-Bewertung eines Kuchengeschäfts ab
Ein Gericht in Phuket hat eine von einem Kuchengeschäft gegen einen Kunden eingereichte Verleumdungsklage abgewiesen. Der Kunde hatte eine Bewertung mit einem Stern veröffentlicht. Damit endet ein Verfahren, in dem das Geschäft 5 Millionen Baht Schadenersatz gefordert hatte.
Ein Gericht in Phuket hat eine von einem Kuchengeschäft gegen einen Kunden eingereichte Verleumdungsklage abgewiesen. Der Kunde hatte eine Bewertung mit einem Stern veröffentlicht. Damit endet ein Verfahren, in dem das Geschäft 5 Millionen Baht Schadenersatz gefordert hatte.
Der Anwalt Arm Suwannaraksa, der den Kunden vertrat, gab das Ergebnis am 23. Juli 2026 auf Facebook bekannt. Er veröffentlichte ein Foto mit seinem Mandanten und der Bildunterschrift „Der Verbraucher gewinnt“.
Der Streit begann, nachdem der Kunde das Geschäft 2025 besucht und geschrieben hatte, der Kuchen schmecke nicht und sei zu teuer. Die Bewertung löste laut The Thaiger einen Streit im Internet aus.
Das Geschäft verklagte den Kunden daraufhin wegen Verleumdung und forderte 5 Millionen Baht Entschädigung. Das Gericht wies die Klage ab und ordnete an, dass die vom Geschäft gezahlten Gerichtsgebühren in Höhe von rund 100.000 Baht verfallen.
Das Geschäft ist dem Bericht zufolge inzwischen geschlossen. In einem kurzen Beitrag bestätigte das Unternehmen, dass das Gericht erster Instanz seine Verleumdungsklage abgewiesen hatte.
Suwannaraksa sagte, der Fall sollte Unternehmen dazu ermutigen, Klagen als letztes Mittel zu betrachten. Er argumentierte, Kundenkritik sollte geprüft und konstruktiv beantwortet werden. Kommunikation und Problemlösung seien im Allgemeinen wirksamer, als vor Gericht zu ziehen.
Der Kunde dankte dem Gericht dafür, die Fakten und Beweise fair berücksichtigt zu haben, und deutete an, die eigenen rechtlichen Ansprüche „vollumfänglich“ verfolgen zu wollen. Dies deutet darauf hin, dass weitere rechtliche Schritte folgen könnten. Der Kunde schrieb außerdem, dass das Geschäft letztlich keinen der Millionen Baht erhalten habe, die es gefordert hatte.
Der Fall reiht sich in breitere Streitigkeiten in Thailand ein, bei denen es um Unternehmen und negative Online-Bewertungen geht. Das thailändische Verleumdungsrecht sieht sowohl zivil- als auch strafrechtliche Sanktionen vor. Rechtsexperten haben einige Klagen gegen Kritiker als strategische Klagen gegen die Beteiligung der Öffentlichkeit oder SLAPP-Klagen bezeichnet.
In diesem Fall stellte sich das Gericht auf die Seite des Kunden, und die Bewertung ist weiterhin online, berichtete The Thaiger.