Bei Verkehrsunfällen auf Phuket starben im ersten Halbjahr 92 Menschen, 14.109 wurden verletzt
Phuket verzeichnete zwischen dem 1. Januar und dem 4. Juli 14. 109 Opfer von Verkehrsunfällen, darunter 92 Todesfälle. Das geht aus den vom Experten für Verkehrssicherheit Dr. Wiwat Seetamanotch zitierten Daten der Straßenunfall-Überwachung des Gesundheitsministeriums hervor. Insgesamt wurden 7.
Phuket verzeichnete zwischen dem 1. Januar und dem 4. Juli 14.109 Opfer von Verkehrsunfällen, darunter 92 Todesfälle. Das geht aus den vom Experten für Verkehrssicherheit Dr. Wiwat Seetamanotch zitierten Daten der Straßenunfall-Überwachung des Gesundheitsministeriums hervor.
Insgesamt wurden 7.238 Fälle ambulant behandelt, weitere 6.871 Menschen mussten stationär aufgenommen werden. Das unterstreicht, was Dr. Wiwat als anhaltende Krise der Verkehrssicherheit auf der Insel bezeichnete.
Dr. Wiwat, Leiter des WHO Road Safety Partnership Programme und des Legal Development Programme in Thailand, sagte, Motorräder blieben in Phuket das wichtigste Verkehrsmittel für Arbeitskräfte und Touristen, weil der öffentliche Nahverkehr unzureichend sei. Die Hauptursachen tödlicher Unfälle seien überhöhte Geschwindigkeit und Trunkenheit am Steuer, insbesondere nachts und unter Touristen.
Er sagte weiter, dass viele der Verletzten oder Getöteten weiterhin keinen Helm trügen, wobei Motorradnutzer den Großteil der Schwerverletzten und Todesopfer ausmachten. Besonders schwierig sei die Durchsetzung der Vorschriften in Patong, wo wegen des Nachtlebens bis in die frühen Morgenstunden starker Verkehr herrsche.
Neben dem Verhalten von Fahrern und Motorradfahrern verschärft nach Angaben von Dr. Wiwat auch das Straßennetz von Phuket die Folgen von Fehlern. Viele Straßen der Insel seien vor Jahrzehnten für deutlich geringere Verkehrsaufkommen gebaut worden, führten heute aber durch dicht besiedelte Gemeinden sowie stark frequentierte Tourismus- und Geschäftsviertel. Häufige Kreuzungen, gemischter Verkehr, steile Anstiege, scharfe Kurven und Höhenunterschiede sorgten für zusätzliche Gefahren, besonders bei nassem Wetter.
Touristen und unerfahrene Fahrer seien auf abschüssigen und rutschigen Straßen besonders gefährdet, sagte er. Plötzliches Bremsen in Kurven oder bei der Abfahrt könne zu schweren Motorradunfällen führen. Zudem warnte er vor Risiken durch Busse und schwere Lastwagen auf steilen Strecken wie dem Patong Hill, wo langes Bremsen zu Bremsversagen führen könne.
Dr. Wiwat sagte, eine strengere Durchsetzung von Tempolimits, Helmpflicht und Vorschriften gegen Alkohol am Steuer könne die Zahl der Todesopfer und Verletzten um 30% bis 40% senken. Allein die richtige und konsequente Nutzung von Helmen könne die Zahl der Todesfälle pro Jahr um mehrere Dutzend verringern.
Die Provinzbehörden finanzieren weiterhin Maßnahmen zur Verkehrssicherheit. Für das Haushaltsjahr 2026 wurden 4 Millionen Baht für den Phuket Road Safety Fund bewilligt. Zudem werden Projekte wie Aufklärungskampagnen, Sicherheitsverbesserungen für öffentliche Motorradtaxis und deren Fahrgäste, eine ausgeweitete CCTV-Überwachung sowie Maßnahmen zur Förderung des Helmtragens geprüft.
Die Behörden meldeten außerdem Fortschritte im Rahmen der Initiative „Safe & Seamless Phuket“ der Provinz. Zu den hervorgehobenen Maßnahmen gehörten dauerhafte U-Turn-Anlagen aus Beton an der Thepkrasattri Road, wo nach Angaben der Behörden in den vier Monaten nach Abschluss der Arbeiten keine Todesfälle mehr verzeichnet wurden. Weitere Projekte zur Verkehrsberuhigung und Umgestaltung von Straßen werden für andere Teile der Insel erwogen, darunter Patong, die Phra Baramee Road, die Zufahrt zur Koh-Siray-Brücke und die Pattana Road.