Thailand führt ASEAN beim geschätzten zivilen Schusswaffenbesitz an – Schulschießereien entfachen Debatte neu
Thailand verfügte 2017 schätzungsweise über 10,342 Millionen Schusswaffen in zivilem Besitz – die höchste geschätzte Rate zivilen Schusswaffenbesitzes unter den ASEAN-Staaten. Das geht aus Daten des Small Arms Survey hervor.
Thailand verfügte 2017 schätzungsweise über 10,342 Millionen Schusswaffen in zivilem Besitz – die höchste geschätzte Rate zivilen Schusswaffenbesitzes unter den ASEAN-Staaten. Das geht aus Daten des Small Arms Survey hervor.
Die Schätzung entsprach 15,1 Schusswaffen je 100 Einwohner, ausgehend von einer Bevölkerung von 68,298 Millionen. Von der Gesamtzahl waren schätzungsweise 6.221.180 Schusswaffen registriert und 4.120.820 nicht registriert.
Die Zahlen sind nach zwei Schulschießereien in Thailand im Jahr 2026 erneut in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und haben neue Forderungen nach strengeren Kontrollen von Schusswaffen ausgelöst. Premierminister Anutin Charnvirakul kündigte neue Maßnahmen an, nachdem es am 7. August zu einem Angriff an der Debsirin-Nonthaburi-Schule nahe Bangkok gekommen war.
Die Behörden erklärten, ein 14-jähriger Schüler habe den Angriff nach einem Vorfall im Haus seiner Großeltern verübt. Die verwendete Schusswaffe war rechtmäßig auf den Großvater des Jugendlichen registriert.
Der frühere Schusswaffenangriff ereignete sich am 11. Februar an der Patongprathankiriwat-Schule in Hat Yai, Songkhla. Ein 17-Jähriger betrat die Schule, nachdem er einem Polizeibeamten eine Schusswaffe abgenommen hatte. Dabei tötete er den Schulleiter und verletzte zwei weitere Menschen, bevor er festgenommen wurde.
Thailands geschätzte Rate lag mehr als dreimal so hoch wie die Kambodschas von 4,5 Schusswaffen je 100 Einwohner. Für die Philippinen wurden 3,6, für Laos 3,0, für Myanmar und Vietnam 1,6, für Brunei 1,4, für Malaysia 0,7 sowie für Singapur und Timor-Leste 0,3 Schusswaffen je 100 Einwohner geschätzt. Indonesiens Rate wurde auf 0,0 je 100 Einwohner gerundet.
Bei den Daten des Small Arms Survey handelt es sich um Schätzungen für 2017 und nicht um eine Zählung des Schusswaffenbesitzes im Jahr 2026. Erfasst wird die Zahl der von Zivilpersonen gehaltenen Schusswaffen und nicht der Anteil der Menschen, die Waffen besitzen. Das bedeutet, dass eine Person mehr als eine Schusswaffe besitzen kann.
Die Erhebung erklärt, dass ihre globale Datenbank Regierungsangaben, Umfragen und Einschätzungen von Experten nutzt. Nicht registrierte Schusswaffen sind besonders schwer zu quantifizieren.