Thailand untersucht mutmaßliches Strohmannnetzwerk mit mehr als 100 Unternehmen in Phuket
Thailändische Behörden untersuchen mehr als 100 Unternehmen in Phuket, die laut dem stellvertretenden Innenminister Polphir Suwannachwee mit einem mutmaßlichen Strohmannnetzwerk verbunden sein könnten. Die im Vorjahr erzielten Einnahmen sollen dabei mehr als 5 Milliarden Baht betragen haben.
Thailändische Behörden untersuchen mehr als 100 Unternehmen in Phuket, die laut dem stellvertretenden Innenminister Polphir Suwannachwee mit einem mutmaßlichen Strohmannnetzwerk verbunden sein könnten. Die im Vorjahr erzielten Einnahmen sollen dabei mehr als 5 Milliarden Baht betragen haben.
Polphir erklärte am Freitag, dem 7. August 2026, die Behörden hätten die Ermittlungen nach einer Kontrolle in einem Chabad-Zentrum in Patong im Bezirk Kathu am 25. Juli ausgeweitet. Bei dem Besuch sei es zu einer verbalen Auseinandersetzung mit israelischen Staatsangehörigen gekommen, sagte er.
Nach Angaben Polphirs waren an dem Netzwerk thailändische Anteilseigner und ausländische Staatsangehörige beteiligt, darunter Israelis, die die thailändische Staatsangehörigkeit erhalten hatten. Zu den bislang identifizierten Unternehmen gehören Autovermietungen und Anbieter von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Touren. Die Behörden vermuteten bei einigen Tourismusbetrieben sogenannte Null-Dollar-Touren. Die Ermittlungen könnten auf weitere Touristeninseln sowie auf Beherbergungsbetriebe in anderen Regionen ausgeweitet werden.
Polphir sagte, er habe die Behörde für Provinzverwaltung angewiesen und das Justizministerium kontaktiert, um die Geldflüsse zu prüfen. Die Ermittler werden die Herkunft des Kapitals untersuchen, das von thailändischen Anteilseignern gehalten wird, und prüfen, ob es von ausländischen Investoren stammt. Sollte sich dies bestätigen, würden die Unternehmen eindeutig als Strohmannkonstruktionen gelten, sagte er.
Außerdem hätten die Behörden Bildungsunternehmen entdeckt, die angeblich als Strohmänner für kanadische Staatsangehörige fungierten. Die Ermittlungen würden fortgesetzt, bis die Behörden die beteiligten Personen identifiziert hätten, sagte Polphir. Ausländer, die illegal Geschäfte betrieben oder unrechtmäßig Unternehmensregistrierungen erlangt hätten, müssten mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.
Polphir ordnete ferner eine Überprüfung der Dokumente und Verfahren an, die einige ausländische Staatsangehörige für den Erwerb der thailändischen Staatsangehörigkeit genutzt hatten. Die Behörden sollen prüfen, ob Antragsteller zuvor eine andere Staatsangehörigkeit erworben oder Staatsangehörigkeitswechsel genutzt hatten, um Anträge oder Geschäftstätigkeiten in Thailand zu erleichtern.