Phuket nimmt neun Ausländer fest, während thailändische Behörden Ermittlungen zu Strohmann-Grundbesitz ausweiten
Die Behörden in Phuket haben neun ausländische Verdächtige festgenommen und Schritte gegen Landbesitz im geschätzten Wert von 231 Millionen Baht eingeleitet. Damit gehen sie in einer groß angelegten Razzia gegen mutmaßliche Strohmannstrukturen vor, die zum illegalen Erwerb von Land genutzt wurden.
Die Behörden in Phuket haben neun ausländische Verdächtige festgenommen und Schritte gegen Landbesitz im geschätzten Wert von 231 Millionen Baht eingeleitet. Damit gehen sie in einer groß angelegten Razzia gegen mutmaßliche Strohmannstrukturen vor, die zum illegalen Erwerb von Land genutzt wurden.
Nach dem Bericht hat die Königlich-Thailändische Polizei Phase 3 einer umfassenderen Operation an der Andamanenküste gegen ausländische Strohmannnetzwerke in Phuket, Krabi und Phang Nga gestartet. Beteiligt sind unter anderem die Abteilung für Unternehmensentwicklung, die Landbehörde, die Provinzämter für Handel und weitere Behörden. Die Ermittlungen in Phuket führten zur Aufdeckung von zwei Gruppen mutmaßlicher Täter, an denen ausländische Staatsangehörige und in Thailand registrierte Unternehmen beteiligt waren.
In der ersten Gruppe untersuchten die Ermittler vier Grundstücke mit einer Fläche von 2 Rai, 1 Ngan und 50,5 Quadrat-Wah beziehungsweise rund 3.450 Quadratmetern. Nach Angaben der Abteilung für Unternehmensentwicklung wiesen 10 Unternehmen in Phuket im Zusammenhang mit diesen Grundstücken mutmaßliche Merkmale von Strohmannstrukturen auf. Die Grundstücke wurden mit etwa 116 Millionen Baht bewertet. Ein Gericht erließ 13 Haftbefehle gegen 12 ausländische Staatsangehörige. Die Behörden erklärten, sie hätten 10 dieser Haftbefehle vollstreckt und neun Verdächtige festgenommen: fünf Israelis, zwei Franzosen, einen Niederländer und einen Russen.
Nach Angaben der Behörden befand sich eines der durchsuchten Objekte in Phuket in einem Hotel im Bezirk Patong. Das Unternehmen war 2019 registriert worden und betrieb demnach Hotels, Resorts, Eigentumswohnungen und Motorradvermietungen. Zuvor hatte es auch ein Reiseunternehmen betrieben, dessen Tourismuslizenz jedoch wegen Auflagen im Zusammenhang mit dem Verhältnis der Direktoren entzogen worden war.
Die Ermittler erklärten, thailändische Direktoren und Anteilseigner dieses Unternehmens in Phuket seien als Anteilseigner in drei Unternehmen und als Direktoren in fünf Unternehmen eingetragen gewesen. Die thailändischen Anteilseigner hätten eingeräumt, Aktien für Israelis zu halten, teilten die Behörden mit. Die Beamten stellten außerdem Restaurant- und Cannabisgeschäfte fest, die dieselbe Adresse nutzten.
In der zweiten Gruppe fanden die Behörden 39 Unternehmen, bei denen ausländische Anteilseigner mutmaßlich mehr als 50 % hielten. Die Abteilung für Unternehmensentwicklung erklärte, diese 39 Unternehmen seien wegen 52 Grundstücken im Wert von etwa 115 Millionen Baht zur weiteren Überprüfung vorgemerkt worden. Die Unternehmen standen mit 52 Grundstücken in Verbindung, die sich über 12 Rai, 2 Ngan und 62,5 Quadrat-Wah beziehungsweise rund 20.250 Quadratmeter erstreckten. Das Gericht genehmigte 29 Durchsuchungsbeschlüsse zur Beweiserhebung und Befragung.
Dem Bericht zufolge umfasste die insgesamt überprüfte Fläche 15 Rai und 13 Quadrat-Wah beziehungsweise rund 24.700 Quadratmeter. Der geschätzte Gesamtwert belief sich auf 231 Millionen Baht.
Die Behörden erklärten außerdem, die Operation habe das G-Mat-Unternehmensnetzwerk in Phuket zerschlagen. Das Netzwerk soll über G-Mat Co. in den Bereichen Hotels, Resorts, Eigentumswohnungen und Motorradvermietungen tätig gewesen sein und über Aba Co. Restaurants und Cannabisgeschäfte betrieben haben.
Der Fall ist Teil der umfassenderen Bemühungen thailändischer Behörden, illegale Geschäftstätigkeiten und den Einsatz thailändischer Strohmänner zu bekämpfen, mit denen ausländischer Besitz an Land und Unternehmen verschleiert werden soll.