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Thailands Innenminister verweist auf Bericht, wonach ein Vizegouverneur von Phuket behauptet haben soll, er könne den Gouverneur versetzen lassen

Thailands Innenminister erklärte, ihm sei berichtet worden, dass ein Vizegouverneur von Phuket behauptet habe, den Provinzgouverneur versetzen lassen zu können. Damit weitete sich ein lokaler Verwaltungsstreit zu einer größeren Kontroverse über Einflussnahme und mutmaßliche Korru

Thailands Innenminister verweist auf Bericht, wonach ein Vizegouverneur von Phuket behauptet haben soll, er könne den Gouverneur versetzen lassen

Thailands Innenminister erklärte, ihm sei berichtet worden, dass ein Vizegouverneur von Phuket behauptet habe, den Provinzgouverneur versetzen lassen zu können. Damit weitete sich ein lokaler Verwaltungsstreit zu einer größeren Kontroverse über Einflussnahme und mutmaßliche Korruption in der Inselprovinz aus.

Der Quelle zufolge sprach Innenminister Anutin Charnvirakul das Thema am Montagmorgen bei einer Grundsatzsitzung des Innenministeriums an, nachdem Phuket-Gouverneur Nirat Pongsitthaworn den Vorfall gemeldet hatte. Anutin sagte, ein Vizegouverneur habe angeblich erklärt, er werde den Gouverneur von Phuket entfernen lassen, und stellte die Behauptung infrage, indem er fragte, wer mächtig genug sei, so etwas zu tun.

Dem Bericht zufolge bezeichnete Anutin den betreffenden Vizegouverneur mit einem auf Meeresfrüchte bezogenen Spitznamen. Phuket-Vizegouverneur Teerapong Chuchuay meldete sich daraufhin selbst zu Wort und erklärte, er werde dem Innenminister den Sachverhalt schriftlich darlegen.

In dem Artikel hieß es, zwei Vizegouverneure von Phuket trügen den Spitznamen „Kung“, also Garnele: Teerapong Chuchuay und Adul Chuthong. Zugleich wurde berichtet, dass die beiden sich nicht gut verstanden haben sollen.

Der Streit kam vor dem Hintergrund einer umfassenderen Überprüfung von Phuket wegen mutmaßlicher Bestechungsnetzwerke, einflussreicher lokaler Akteure und Konflikten innerhalb der Provinzverwaltung ans Licht. Die Quelle erklärte, Phuket sei zuletzt erneut mit Vorwürfen konfrontiert worden, die auf einigen Online-Seiten verbreitet wurden und besagen, dass in der Tourismusprovinz ein Netzwerk zum Einsammeln von Schmiergeldern operiere.

Der Bericht zitierte außerdem den Phuket-Abgeordneten der People's Party, Chalermpong Saengdee, der am Sonntag sagte, trotz eines früheren Besuchs von Anutin in Phuket, um Problemen nachzugehen und Anweisungen zu erteilen, gebe es keine klaren Fortschritte. Chalermpong sagte, Personen, denen Eingriffe in Bang Tao beach vorgeworfen würden, seien weiterhin in dem Gebiet aktiv und hätten Klagen gegen lokale Medien und Mitglieder der Öffentlichkeit eingereicht, die den Fall kommentiert oder Informationen darüber veröffentlicht hätten.

Chalermpong behauptete zudem, eine der beschuldigten Personen sei durch Heirat mit einem amtierenden Vizegouverneur in Phuket familiär verbunden. Zugleich betonte er, dass diese Information von der Seite des Interviewpartners stamme und es von der belasteten Person keine Reaktion gegeben habe.

Die Quelle brachte den jüngsten Streit mit den Nachwirkungen einer früheren Kontroverse in Phuket in Verbindung, an der der Provinzbeamte Rungreung Thimabut beteiligt war. Dieser war von seinem Posten als ständiger Beamter im Büro des stellvertretenden Provinzgouverneurs von Phuket versetzt worden, um am College of Local Administration auszuhelfen, nachdem es Beschwerden im Zusammenhang mit mutmaßlichen Zahlungen in Bangla und Eingriffen am Freedom Beach gegeben hatte. Dem Bericht zufolge focht Rungreung die Versetzung an, und später sei ein angeblicher Chat aufgetaucht, der einem hochrangigen Beamten zugeschrieben wurde.

Der Artikel berichtete weiter über Gerüchte, wonach Zuständigkeiten innerhalb der Verwaltung von Phuket von einem Vizegouverneur auf einen anderen verlagert worden seien, was wegen verlorener Interessen zu Unmut geführt habe. Zudem habe es Behauptungen gegeben, konkurrierende Beamte stellten sich selbst so dar, als hätten sie direkte Verbindungen zu mächtigen Figuren im „blauen“ politischen Lager.

Der Quelle zufolge wurde zum Ende des Streits berichtet, dass sowohl Teerapong Chuchuay als auch Adul Chuthong von ihren Posten als Vizegouverneure von Phuket entfernt worden seien. Weitere offizielle Unterlagen dazu wurden in dem vorliegenden Artikeltext jedoch nicht genannt.

Viele der in dem Streit erhobenen Vorwürfe bleiben Behauptungen oder wiedergegebene Aussagen politischer Akteure und wurden im Quelltext nicht unabhängig verifiziert.