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Dugong-Schutz soll an drei Orten auf Phuket Boots- und Fischereikontrollen bringen

Thailands Ministerium für Meeres- und Küstenressourcen DMCR plant Geschwindigkeitsbegrenzungen für Boote an den Anlegestellen Rassada und Bang Rong auf Phuket. Für Pa Khlok–Tang Khen sind dagegen Maßnahmen vorgesehen, die verhindern sollen, dass sich Dugongs in Fanggerät verfangen.

Dugong-Schutz soll an drei Orten auf Phuket Boots- und Fischereikontrollen bringen

Thailands Ministerium für Meeres- und Küstenressourcen (DMCR) plant Geschwindigkeitsbegrenzungen für Boote an den Anlegestellen Rassada und Bang Rong auf Phuket. Für Pa Khlok–Tang Khen sind dagegen Maßnahmen vorgesehen, die verhindern sollen, dass sich Dugongs in Fanggerät verfangen.

Die Orte auf Phuket gehören zu 12 besonders gefährdeten Gebieten in fünf Provinzen an der Andamanensee, die vom DMCR-Programm „Save Our Dugong“ erfasst werden. Sechs Gebiete wurden als gefährdet durch Kollisionen mit Booten eingestuft, sechs weitere als durch Fanggerät gefährdet. Das Ministerium erwartet, dass die Maßnahmen innerhalb von sechs Monaten umgesetzt werden.

Bojen oder andere Markierungen sollen Fahrtrouten und Grenzen festlegen. Der Rahmen sieht Höchstgeschwindigkeiten von 5 Knoten innerhalb von 1 Kilometer vor der Küste, 10 Knoten innerhalb von 2 Kilometern und 20 Knoten innerhalb von 3 Kilometern vor. In Seegraslebensräumen gilt eine Begrenzung von 5 Knoten, in Seegrasgebieten innerhalb von Nationalparks von 3 Knoten.

Die Maßnahmen für Fanggerät in Pa Khlok–Tang Khen und fünf weiteren Gebieten an der Andamanensee werden einzelne Krabbenfallen verbieten, bei denen jeweils eine Falle mit einer Boje verbunden ist, sofern sie in Seegraslebensräumen eingesetzt werden. Ihre Bojenleinen werden durch Seile mit einem Durchmesser von 5 mm ersetzt. An den Verbindungsstellen werden Sollbruchstellen angebracht, damit sich verfangene Dugongs eher befreien können.

Überschüssige Seilleinen sollen verkürzt werden, insbesondere nahe der Wasseroberfläche und entlang der von Dugongs genutzten Wege. Bei Systemen, die 15 bis 20 Krabbenfallen mit einer Boje verbinden, werden Steine oder Bleigewichte eingesetzt, um die Leine gerade zu halten und das Risiko zu verringern, dass sich lose Leinen um Meerestiere wickeln.

Am Grund ausgelegte Krabbennetze werden in Seegrasgebieten ebenfalls verboten. Wo ihr Einsatz erlaubt ist, müssen Fischer die Netze nach dem Ausbringen überwachen. Schwimmende Kiemennetze für große Fische, darunter Netze für Wolfsbarsche, müssen aus Seegraslebensräumen ferngehalten werden und mindestens 1 Kilometer von deren Rand entfernt bleiben.

Der Generaldirektor des DMCR, Pinsak Suraswadi, sagte am 17. August 2026, das Programm werde im Rahmen der Politik des Ministers für natürliche Ressourcen und Umwelt, Suchart Chomklin, vorangetrieben. Pinsak erklärte, die Maßnahmen sollten die Nutzung des Meeres ordnen und nicht die Fischerei oder Schifffahrt einschränken, damit sowohl die Lebensgrundlagen der Küstenbevölkerung als auch der Dugong-Schutz fortgeführt werden könnten.

Das Ministerium erklärte, es werde mit Bootsbetreibern, Fischern und anderen Beteiligten zusammenarbeiten, um die Maßnahmen zu erläutern und den Übergang zu weniger schädlichem Fanggerät zu unterstützen.

Das DMCR verzeichnete in den 10 Haushaltsjahren von 2017 bis 2026 insgesamt 209 Fälle gestrandeter Dugongs. Von 131 Fällen mit bekannter Ursache wurden 34 auf menschliche Aktivitäten zurückgeführt: 17 Meeresunfälle, 16 Vorfälle mit Fanggerät und ein Fall mit Meeresmüll.

Das Ministerium warnte, dass die Dugong-Population Thailands bis 2030 auf unter 100 und bis 2035 auf unter 50 Tiere sinken könnte, wenn der derzeitige Verlusttrend anhält. Wer einen Dugong findet, der sich in Fanggerät verfangen hat, verletzt ist oder sich in unmittelbarer Gefahr befindet, soll die Hotline 1362 anrufen.