Französische Touristen sagen, Gratisurlaube in Thailand hätten zu Cannabis-Festnahmen geführt
Mindestens 11 französische Staatsangehörige sind in Thailand festgenommen worden, nachdem Cannabis in ihrem Gepäck gefunden wurde. Einige erklärten, sie seien dazu verleitet worden, im Austausch für kostenlose Urlaube verschlossene Taschen mitzunehmen, wie französische Medien berichteten.
Mindestens 11 französische Staatsangehörige sind in Thailand festgenommen worden, nachdem Cannabis in ihrem Gepäck gefunden wurde. Einige erklärten, sie seien dazu verleitet worden, im Austausch für kostenlose Urlaube verschlossene Taschen mitzunehmen, wie französische Medien berichteten.
Die französische Nationalpolizei teilte dem Sender RTL mit, dass gegen die Verdächtigen Anklage wegen des Versuchs erhoben worden sei, Drogen aus Thailand zu schmuggeln. Einige befinden sich weiterhin in Polizeigewahrsam, da Regeln, die laut französischen Medien inzwischen strenger angewendet werden, dies vorsehen.
Französischen Berichten zufolge konnten Personen, die zuvor festgenommen worden waren, nachdem Cannabis in ihrem Gepäck gefunden worden war, zunächst nach Frankreich zurückkehren, während die Drogen als Beweismittel einbehalten wurden. Nach den neuen Regeln können Verdächtige, die eine Geldstrafe des Zollamts nicht bezahlen, bis zum Prozess inhaftiert werden.
RTL bezifferte die Geldstrafe auf 30.000 Baht für ein Kilogramm Cannabis, was etwa 790 € entspricht. Auf Cannabisschmuggel kann laut dem Bericht eine Haftstrafe von zwei bis zehn Jahren stehen.
Die Familien mehrerer Inhaftierter erklärten gegenüber französischen Medien, ihre Angehörigen seien Opfer eines Vorgehens geworden, das sie den „Thailand-Plan“ nannten. Sie behaupteten, kriminelle Banden hätten Reisenden kostenlose Urlaube in Thailand angeboten, wenn diese Gepäck zurück nach Frankreich brächten. Den Reisenden sei gesagt worden, die Taschen enthielten Mobiltelefone.
AFP berichtete, dass ein 20-jähriger französischer Staatsangehöriger im Juni während seiner Rückreise festgenommen wurde, nachdem thailändische Flughafenmitarbeiter 16,8 Kilogramm Cannabis in verschlossenem Gepäck gefunden hatten. Der Mann sagte, er habe den Zahlencode zum Öffnen der Taschen nicht gehabt. Er teilte den Ermittlern außerdem mit, eine Person, die ihn über Snapchat kontaktiert habe, habe seine Reise finanziert. Es sei jedoch nicht geklärt worden, ob er wusste, was sich in dem Gepäck befand.
Französische Medien berichteten zudem, dass zwei weitere französische Staatsangehörige in Hongkong festgenommen wurden, nachdem Cannabis in Gepäck gefunden worden war, das sie unwissentlich aus Thailand mitgenommen hatten.
Das französische Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten hat Bürger dazu aufgefordert, Änderungen an Thailands Cannabisgesetzen zu verfolgen und die örtlichen Vorschriften einzuhalten. Das Ministerium leistet französischen Staatsangehörigen, die in Thailand festgehalten werden, konsularische Hilfe. Zudem erklärte es, eine Untersuchung werde das mutmaßliche Vorgehen und ein möglicherweise dahinterstehendes größeres Netzwerk prüfen.