Phuket-Schnellstraße: Ausschreibung für Abschnitt Kathu–Patong im 3. Quartal 2027 geplant
Die thailändische Schnellstraßenbehörde EXAT bereitet für Dezember 2026 einen Antrag auf Kabinettsgenehmigung für die erste Phase einer Phuket-Schnellstraße vor. Die Ausschreibung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2031, wie der Gouverneur der Behörde mitteilte.
Die thailändische Schnellstraßenbehörde (EXAT) bereitet für Dezember 2026 einen Antrag auf Kabinettsgenehmigung für die erste Phase einer Phuket-Schnellstraße vor. Die Ausschreibung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2031, wie der Gouverneur der Behörde mitteilte.
Der Abschnitt Kathu–Patong wird 3,98 Kilometer lang sein und voraussichtlich 16,757 Milliarden Baht kosten. Surachet Laophulsuk, Gouverneur der EXAT, sagte, die Behörde erwarte den Abschluss der Ausschreibungsunterlagen bis April 2027, die Auswahl eines Auftragnehmers im dritten Quartal und den Baubeginn im Oktober 2027. Die Bauarbeiten sollen rund vier Jahre dauern.
Das Projekt ist Teil einer geplanten 34,60 Kilometer langen Phuket-Schnellstraße mit Kosten von 84,218 Milliarden Baht. Die zweite Phase, die New City, Koh Kaew und Kathu umfasst, wird sich über 30,62 Kilometer erstrecken und 67,461 Milliarden Baht kosten. Beide Phasen sollen 2031 vollständig in Betrieb gehen.
Für die erste Phase wird der Grunderwerb mit 5,792 Milliarden Baht veranschlagt. Nach Angaben der EXAT sind 99,43 % der erforderlichen Enteignungen abgeschlossen. Die Kosten für Bau und Bauüberwachung werden auf 10,965 Milliarden Baht geschätzt.
Das Design wurde aufgrund höherer Treibstoff- und Baustoffkosten, geologischer Erkenntnisse sowie Anforderungen an die Erdbebensicherheit überarbeitet. Die Tunnelbreite wurde von 17,1 auf 14,2 Meter reduziert, während die Länge bei 1,85 Kilometern bleibt.
Die EXAT hat Mautgebühren von 10 Baht für Motorräder, 20 Baht für vierrädrige Fahrzeuge, 40 Baht für Fahrzeuge mit sechs bis zehn Rädern und 60 Baht für Fahrzeuge mit mehr als zehn Rädern vorgeschlagen. Die anfänglichen Einnahmen werden auf rund 0,96 Millionen Baht pro Tag geschätzt. Die geschätzte finanzielle interne Verzinsung des Projekts liegt bei 1,81 %, die volkswirtschaftliche interne Verzinsung bei 19,47 %.
Nach Einschätzung der EXAT wird der Abschnitt Kathu–Patong die Fahrzeit von etwa 30 Minuten auf fünf Minuten verkürzen. Der Tunnel soll sowohl von Autos als auch von Motorrädern genutzt werden. Die Vergabe der Bauarbeiten soll in einem offenen Ausschreibungsverfahren erfolgen. Auch Gemeinschaftsunternehmen können Angebote einreichen, sofern ein thailändischer Auftragnehmer das Konsortium anführt.
Für die zweite Phase soll der detaillierte Entwurf im Januar 2027 fertiggestellt und im Oktober 2027 dem Kabinett vorgelegt werden. Der Grunderwerb ist von Januar 2027 bis Dezember 2030 vorgesehen, anschließend soll von Oktober 2028 bis September 2031 gebaut werden. Die Phase umfasst 29,5478 Milliarden Baht für den Grunderwerb sowie 37,91392 Milliarden Baht für Bau und Bauüberwachung.
Die EXAT erklärte, die zweite Phase sei teurer geworden, weil die weltwirtschaftlichen Bedingungen die Baukosten erhöht hätten. Ihre finanzielle Rendite könnte unter den Kreditkosten liegen. Die Behörde bemühe sich jedoch weiterhin um Einsparungen bei den Bauausgaben und räume der Sicherheit Priorität ein.
Betriebs- und Instandhaltungssysteme für die zweite Phase, deren Kosten auf rund 1,5 Milliarden Baht geschätzt werden, sollen als öffentlich-private Partnerschaft umgesetzt werden. Außerdem sind zwei gewerblich genutzte Bereiche geplant: ein 37 Rai großes Serviceareal bei Kilometer 3+900 auf der stadtauswärts führenden Seite in Richtung Flughafen sowie ein 13 Rai großer Rastplatz bei Kilometer 16+400 nahe der Kreuzung mit der Spur Line. Für beide wird zunächst mit privaten Investitionen gerechnet.
Die vorgeschlagene Finanzierungsstruktur wird weiterhin mit Thailands Ausschuss für die Politik staatlicher Unternehmen erörtert. Eine Möglichkeit ist ein Infrastrukturfonds, der Einnahmen aus dem Bang-Phli–Suksawat-Expressway nutzt, der derzeit rund 2,6 Milliarden Baht pro Jahr erwirtschaftet. Die EXAT geht davon aus, dass rund 1 Milliarde Baht dieser Einnahmen dem Fonds zugewiesen werden könnten. Bei einer Genehmigung der ersten Phase durch das Kabinett könnte der Fonds Anfang 2027 eingerichtet werden.
Für das erste Betriebsjahr wird mit einem Verkehrsaufkommen von etwa 50.000 bis 60.000 Fahrzeugen pro Tag gerechnet, darunter Autos und Motorräder.