Thailand droht ausländischen Touristen nach gemeldetem Fehlverhalten in Phuket mit Visumsentzug
Thailand hat bestätigt, dass ausländischen Besuchern, die Ärger verursachen oder sich unangemessen verhalten, das Touristenvisum entzogen werden kann. Anlass sind Berichte über störendes Verhalten in Phuket und auf Koh Samui, wie Tourismus- und Sportminister Surasak Phancharoenworakul sagte.
Thailand hat bestätigt, dass ausländischen Besuchern, die Ärger verursachen oder sich unangemessen verhalten, das Touristenvisum entzogen werden kann. Anlass sind Berichte über störendes Verhalten in Phuket und auf Koh Samui, wie Tourismus- und Sportminister Surasak Phancharoenworakul sagte.
Surasak erklärte, das Ministerium werde sich mit den zuständigen Behörden abstimmen, um schnell gegen Verstöße vorzugehen. Er betonte, dass Thailand Besucher aller Nationalitäten willkommen heiße, Touristen jedoch die thailändischen Gesetze und die Kultur des Landes respektieren müssten.
Die von den Behörden geschilderten Berichte betrafen vor allem Gruppen ausländischer Touristen, insbesondere Gruppen israelischer Urlauber, deren mutmaßliches Verhalten die beiden Reiseziele beeinträchtigt habe. Nach Angaben der Behörden habe dieses Verhalten die touristische Atmosphäre, die Sicherheit und das Image des lokalen Dienstleistungssektors belastet.
Surasak sagte, die Regierung werde nicht zulassen, dass Touristen Thailand als „Spielplatz“ behandelten oder Orte für symbolische Aktionen im Zusammenhang mit Konflikten nutzten, die nichts mit dem Land zu tun hätten. Den Entzug des Visums, bevor Probleme eskalierten, bezeichnete er als vorbeugende Maßnahme zum Schutz des Images der Tourismusbranche sowie zur Beruhigung von Unternehmen und anderen Besuchern.
Unterdessen streben Behörden in Surat Thani den Entzug des Visums und die Abschiebung eines israelischen Geschäftsmanns und eines französischen Staatsangehörigen an. Hintergrund ist ein persönlicher Streit auf Koh Samui, bei dem an einer Touristenattraktion eine palästinensische Flagge gezeigt wurde. Sicherheitsbehörden erklärten, der Streit habe den Eindruck erweckt, israelische Touristen seien auf der Insel nicht willkommen, und warnten davor, aus einer persönlichen Auseinandersetzung einen größeren religiösen oder nationalitätsbezogenen Konflikt zu machen. Ein Provinzgremium prüft den Fall.