Thailand warnt Israels diplomatische Vertretung wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens in Phuket und Phang Nga
Thailands stellvertretender Ministerpräsident und Außenminister Sihasak Phuangketkeow hat Israel gewarnt, dass mutmaßliche Gesetzesverstöße und störendes Verhalten einiger israelischer Staatsangehöriger die Beziehungen zwischen den beiden Ländern beeinträchtigen könnten.
Thailands stellvertretender Ministerpräsident und Außenminister Sihasak Phuangketkeow hat Israel gewarnt, dass mutmaßliche Gesetzesverstöße und störendes Verhalten einiger israelischer Staatsangehöriger die Beziehungen zwischen den beiden Ländern beeinträchtigen könnten.
Sihasak äußerte die Bedenken am 8. September bei einem Treffen mit Alona Fisher-Kamm, die Israel in Thailand diplomatisch vertritt. Er sagte, einige Israelis in Thailand hätten mutmaßlich thailändisches Recht verletzt, während sie Geschäfte betrieben oder sich über längere Zeit im Land aufhielten.
Als Gebiete, in denen israelische Staatsangehörige Gemeinschaften gebildet hätten, nannte er ausdrücklich Phuket und Phang Nga. Das Problem könne nicht ignoriert werden, sagte er. Zudem habe das Verhalten mancher Touristen die Empfindlichkeiten, Kultur, Traditionen und Lebensweisen Thailands beeinträchtigt.
Sihasak sagte, Thailand werde seine Gesetze gegenüber Verstößen konsequent durchsetzen. Zugleich betonte er, dass sich diese Politik nicht speziell gegen Israelis richte, sondern für ausländische Staatsangehörige jeder Nationalität gelte, die gegen thailändisches Recht verstießen. Als Beispiele nannte er jüngste Anordnungen zur Abschiebung eines israelischen und eines französischen Staatsangehörigen.
Der Minister sagte, Fisher-Kamm sei über die Bedenken informiert und habe betroffene Gebiete besucht, um Erklärungen abzugeben. Die Maßnahmen müssten jedoch verstärkt werden. Wenn die Probleme nicht angegangen würden, könnte dies die Zusammenarbeit zwischen Thailand und Israel beeinträchtigen, unter anderem in den Bereichen Landwirtschaft und Arbeit. Thailand entsende mehr als 60.000 Arbeitskräfte nach Israel, sagte er.
Fisher-Kamm schlug vor, Leitlinien für Israelis zu erstellen, die nach Thailand reisen. Darin solle erklärt werden, was Besucher tun und lassen sollten. Das Material werde über die israelische Botschaft, Konsulate in den Hauptstädten, Reiseunternehmen und Fluggesellschaften verteilt.
Sihasak sagte, der Tourismus sei für Thailand wichtig, dürfe aber nicht allein an den Einnahmen gemessen werden. Besucher müssten die thailändischen Gesetze und die Kultur sowie die Würde und den Nationalstolz des Landes respektieren.