Thailändischer Minister weist Anspruch auf israelisches Gebiet bei Phuket-Inspektion zurück
Thailands stellvertretender Innenminister Polapee Suwannachet wies bei einer Inspektion am 23. Juli die angebliche Behauptung zurück, dass das Chabad House in Patong auf Phuket „israelisches Gebiet“ sei.
Thailands stellvertretender Innenminister Polapee Suwannachet wies bei einer Inspektion am 23. Juli die angebliche Behauptung zurück, dass das Chabad House in Patong auf Phuket „israelisches Gebiet“ sei.
Die Inspektion war Teil einer Regierungsaktion gegen mutmaßliche Strohmänner-Beteiligungen und nicht genehmigte ausländische Geschäftstätigkeiten. Nach Angaben von Beamten trat ein Mann auf dem Gelände an das Inspektionsteam heran und fragte, ob die Beamten wüssten, dass es sich um israelisches Gebiet handle.
Polapee erwiderte, dass das thailändische Recht für alle Menschen im Land gelte, und sagte: „Dies ist Thailand. Jeder auf thailändischem Boden muss sich an das thailändische Recht halten. Niemand hat das Recht, die Souveränität über Thailand zu beanspruchen.“
Der stellvertretende Minister erklärte, die Regierung diskriminiere niemanden aufgrund der Nationalität, der Religion oder der Herkunft der Investitionen. Zugleich betonte er, dass ausländische Einwohner und Unternehmen ihre Tätigkeit im Einklang mit dem thailändischen Recht ausüben müssten.
Nach der Inspektion ordnete das Innenministerium eine erweiterte Untersuchung von 361 Unternehmen auf Phuket an, bei denen ein Risiko für Verstöße gegen Vorschriften für ausländische Geschäfte gesehen wird.
Laut Nation TV hatten Regierungsbehörden das Chabad House in Patong bereits mehrfach besucht und dessen Betreiber daran erinnert, dass alle Aktivitäten dem thailändischen Recht entsprechen müssten.
Chabad ist unter dem Dach der Chabad of Thailand Foundation tätig, die landesweit sechs bis sieben Zentren unterhält, unter anderem in Bangkok, Chiang Mai, Surat Thani, Mae Hong Son und Phuket. Die Religionsfreiheit ist durch die Verfassung Thailands geschützt, während die Aktivitäten weiterhin dem thailändischen Recht und der öffentlichen Ordnung unterliegen.