Russische Frau in Phuket wegen mutmaßlich illegaler Schönheitsklinik festgenommen
Eine 45-jährige Russin wurde am 7. Juni in Phuket festgenommen, nachdem die Polizei eine Luxusvilla im Bezirk Thalang durchsucht hatte, die nach Angaben der Behörden mutmaßlich als illegale kosmetische Klinik genutzt wurde. Das Central Investigation Bureau teilte mit, die Operati
Eine 45-jährige Russin wurde am 7. Juni in Phuket festgenommen, nachdem die Polizei eine Luxusvilla im Bezirk Thalang durchsucht hatte, die nach Angaben der Behörden mutmaßlich als illegale kosmetische Klinik genutzt wurde.
Das Central Investigation Bureau teilte mit, die Operation mit dem Codenamen „Moscow Devil Filler“ sei von der Crime Suppression Division gemeinsam mit Beamten des Phuket Provincial Public Health Office durchgeführt worden.
Die Polizei erklärte, bei der Verdächtigen, die nur als Kristine identifiziert wurde, seien medizinische Produkte, Verbrauchsmaterialien, Ausrüstung und Geräte im Wert von mehr als 600.000 baht beschlagnahmt worden. Insgesamt seien 32 Arten von Gegenständen mit zusammen 130 Einzelteilen sichergestellt worden.
Laut Pol Maj Gen Phatthanasak Bubphasuwan, dem Kommandeur der Crime Suppression Division, durchsuchten die Beamten das Haus in tambon Thepkrasattri, nachdem Ermittler der CSD Division 5 Informationen erhalten hatten, wonach eine Ausländerin auf dem Grundstück ohne Lizenz eine Schönheitsklinik mit kosmetischen Injektionsbehandlungen betrieben haben soll. Die Polizei erklärte, sie habe Beweise gesammelt und vor der Razzia einen Durchsuchungsbefehl des Phuket Provincial Court erwirkt. Dieser trug die Nummer 107/2569.
Während der Razzia habe sich die russische Staatsangehörige als Eigentümerin des Anwesens zu erkennen gegeben und bei der Durchsuchung kooperiert, teilte die Polizei mit. Die Beamten fanden anschließend in einem Schlafzimmer im Erdgeschoss eine Thai-Frau, die auf einer Behandlungsliege lag, in einer Umgebung, die auf einen kosmetischen Eingriff hindeutete.
Nach Angaben der Polizei konnte Kristine bei der Befragung weder eine Lizenz zum Betrieb einer medizinischen Einrichtung noch eine Zulassung als medizinische Fachkraft vorlegen. Laut Polizei räumte sie ein, dass die Räumlichkeiten nicht als medizinische Einrichtung lizenziert seien und dass sie in Thailand nicht über eine Zulassung als medizinische Fachkraft verfüge. Zudem habe sie zugegeben, dass einige Medikamente, medizinische Verbrauchsmaterialien, Ausrüstungsgegenstände und medizinische Geräte aus Russia über einen Flughafen nach Thailand gebracht und zur Behandlung von Kunden in der Villa verwendet worden seien.
Die Behörden erklärten, zu den beschlagnahmten Gegenständen hätten Botulinumtoxin oder Botox, Hyaluronsäure-Filler, Betäubungsmittel, injizierbares Kollagen, Lidocain-Injektionen und Nimesulid-Granulat zur Schmerzlinderung gehört. Die Polizei fand zudem Spritzen, Nadeln, Handschuhe, gebrauchte medizinische Abfälle und Einwegmaterial.
Pol Maj Gen Phatthanasak sagte, gegen die Verdächtige seien zunächst Vorwürfe wegen des illegalen Betriebs einer medizinischen Einrichtung, des Verkaufs medizinischer Geräte ohne Genehmigung, des Verkaufs nicht registrierter medizinischer Geräte, des Verkaufs moderner Arzneimittel ohne Lizenz, des Verkaufs nicht registrierter Medikamente sowie der Einfuhr von Arzneimitteln und medizinischer Ausrüstung ohne ordnungsgemäße Registrierung erhoben worden.
Nach Angaben der Polizei wies sie bei der Vernehmung sämtliche Vorwürfe zurück. Sie wurde zusammen mit den sichergestellten Beweismitteln den Ermittlern auf der Polizeiwache Thalang für weitere rechtliche Schritte übergeben.
Geleitet wurde der Einsatz von Pol Lt Gen Natthasak Chaonanasai, Commissioner des Central Investigation Bureau, Pol Maj Gen Phatthanasak und Pol Col Thanawat Hinyokhin, Kommandeur der Crime Suppression Division Subdivision 5. Das Festnahmeteam wurde von Pol Lt Col Thanisorn Huiwechachat angeführt.