Inspektion eines Chabad-Hauses in Phuket verschärft Spannungen zwischen Israel und Thailand
Eine unangekündigte polizeiliche Inspektion in einem Chabad-Haus auf Phuket ist Teil der wachsenden Spannungen im Zusammenhang mit israelischen Besuchern, ausländischen Unternehmen und den Beziehungen zwischen Thailand und Israel geworden.
Eine unangekündigte polizeiliche Inspektion in einem Chabad-Haus auf Phuket ist Teil der wachsenden Spannungen im Zusammenhang mit israelischen Besuchern, ausländischen Unternehmen und den Beziehungen zwischen Thailand und Israel geworden.
Nach der Inspektion kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung, nachdem eine Person die thailändischen Behörden angeblich dazu befragt hatte, ob der Zutritt zu den religiösen Räumlichkeiten erlaubt sei, berichtete die Chiang Rai Times. Thailands stellvertretender Minister erklärte daraufhin, dass sich jeder an die nationalen Gesetze halten müsse.
Die Behörden untersuchen, ob der Standort über illegale Strukturen ausländischer Unternehmenseigentümer betrieben wird. Die Kontrollen umfassen laut dem Bericht die Gewerbeerlaubnisse, die Nutzung des Gebäudes und die Spendensammlungen. Die thailändische Regierung betonte, dass die Finanzermittlungen der Durchsetzung von Gewerbevorschriften dienten und sich nicht gegen eine bestimmte Religion richteten.
Der Bericht meldete außerdem, dass der Vorfall eine umfangreichere Durchsetzungsaktion ausgelöst habe, an der Hunderte Unternehmen beteiligt seien, die im Verdacht stünden, sich in illegalem ausländischem Besitz zu befinden. In einigen Gemeinden auf Phuket gab es Proteste, die strengere Regeln für ausländische Besucher forderten, darunter eine Verkürzung des erlaubten 30-tägigen Aufenthalts für bestimmte Touristengruppen.
Israels Botschafterin in Thailand, Alona Fisher-Kamm, hat sich mit ranghohen thailändischen Regierungsvertretern getroffen. Beide Länder bemühen sich, zu verhindern, dass Einzelfälle ihre bilateralen Beziehungen belasten. Thailändische Behörden betonen, dass Besucher aller Nationalitäten willkommen seien, sich aber an die örtlichen Gesetze halten müssten. Die israelische Botschaft kooperiert unterdessen mit den Behörden, um ein verantwortungsvolles Verhalten ihrer Staatsangehörigen zu fördern.
Die diplomatischen Bemühungen folgen auf die Abschiebung des israelischen Staatsangehörigen Yaacov Ohayon von Koh Samui. Ein dortiges Gericht verurteilte ihn, weil er Drohnachrichten an einen lokalen Geschäftsinhaber gesendet hatte. Anschließend unterzeichnete Premierminister Anutin Charnvirakul eine Abschiebungsanordnung. Dem Bericht zufolge ermöglicht Thailands strengeres Einwanderungsrecht den Behörden, ausländische Staatsangehörige auszuweisen, die als ordnungsstörend gelten – auch in Fällen, die mit einer Geldstrafe enden.