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Wellness-Forum in Phuket beleuchtet Wandel der Hotellerie über Spas hinaus

Hotels weiten ihre Wellnessangebote über Spas und spezielle Retreats hinaus aus und integrieren Gesundheit, Fitness, Ernährung und soziale Erlebnisse in Aufenthalte im Luxussegment, erklärten Führungskräfte am 7. September 2026 beim BEING Thailand 2026 in Phuket.

Wellness-Forum in Phuket beleuchtet Wandel der Hotellerie über Spas hinaus

Hotels weiten ihre Wellnessangebote über Spas und spezielle Retreats hinaus aus und integrieren Gesundheit, Fitness, Ernährung und soziale Erlebnisse in Aufenthalte im Luxussegment, erklärten Führungskräfte am 7. September 2026 beim BEING Thailand 2026 in Phuket.

Ingo Schweder, Gründer und CEO von GOCO Hospitality sowie Geschäftsführer von Horwath HTL Health & Wellness, sagte, Hotelentwickler sollten vermeiden, ihre Konzepte an kurzfristigen Trends auszurichten. Aufkommende Konzepte wie Eisbäder und Klangtherapie könnten Verbraucher dennoch an Wellness heranführen und künftig Nachfrage bei etablierten Anbietern erzeugen, sagte er.

Die Diskussion deutete auf einen Wandel von spezialisierten Wellnessresorts, in denen Gäste konkrete Gesundheitsziele verfolgen, hin zu hybriden Modellen hin. Diese ermöglichen es Besuchern, selbst zu entscheiden, wie intensiv sie sich während eines herkömmlichen Hotelaufenthalts mit Wellness beschäftigen.

Jael Fischer, bei Six Senses für die Entwicklung im asiatisch-pazifischen Raum verantwortlich, sagte, Gäste könnten strukturierte Programme wählen oder Elemente wie gesündere Ernährung, Fitness, nachhaltige Maßnahmen und soziale Aktivitäten in ihren Aufenthalt integrieren.

Schweder sagte, Millennials machten 41 % der weltweiten Wellnessausgaben aus. Jüngere Reisende seien zunehmend bereit, für Erlebnisse zu bezahlen, die Gesundheit und Wohlbefinden fördern. Außerdem nähmen Wellnessbereiche, die einst einige hundert Quadratmeter beanspruchten, in einigen Hotels und Resorts der gehobenen Kategorie auf mehrere Tausend Quadratmeter zu und umfassten Fitness, Regeneration und soziale Wellnessangebote.

Das kulinarische Angebot wird zu einem zentralen Bestandteil des Konzepts. Betreiber wenden sich von restriktiven Speisekarten ab und entwickeln gesündere Varianten vertrauter Gerichte. Fermentierte Lebensmittel und Adaptogene gewinnen ebenfalls an Bedeutung. Six Senses verbindet das alltägliche Speiseangebot mit Menüs, die auf Programme zur Entgiftung, Fitness und Gewichtskontrolle zugeschnitten sind.

Wellnessangebote werden zunehmend gemeinschaftlich. Gemeinschaftstische, gemeinsam genutzte Saunen und Gruppenaktivitäten stellen die Vorstellung infrage, Wellness müsse allein stattfinden. Matthew Brennan von Kamalaya, dort für die Finanzen verantwortlich, sagte, der Gemeinschaftstisch des Resorts sei bei allein reisenden Gästen beliebt.

Laufen, Schwimmen und Aktivitäten im Freien bieten Hotels eine weitere Möglichkeit, Gesundheit und Bewegung mit dem Reiseziel zu verknüpfen. Der Trend breitet sich auch in Städten aus, wo Six Senses Konzepte entwickelt hat, die Fitness, Spa, Gastronomie und soziale Bereiche miteinander verbinden.

Die Führungskräfte sagten, Thailand müsse seinen Wellnesssektor ausbauen, ohne seine Identität zu verlieren. Sie verwiesen auf die Kompetenz des Landes im Gastgewerbe, seine medizinische Infrastruktur und traditionelle Gesundheitspraktiken. Zudem argumentierten sie, dass die traditionelle thailändische Medizin bei künftigen Angeboten eine größere Rolle spielen sollte.

„Thailand muss seine Einzigartigkeit, sein Erbe und seine traditionelle Medizin schützen“, sagte Brennan. Fischer sagte, die Fähigkeit des Landes, östliche und westliche Ansätze mit seiner Gastfreundschaftskultur zu verbinden, verschaffe ihm einen Vorteil, da Wellness weltweit anspruchsvoller werde.

Das Podium warnte zudem vor „Wellness-Washing“ – also davor, Wellness-Branding oder modische Geräte hinzuzufügen, ohne das Wohlbefinden während des gesamten Gästeerlebnisses zu verankern. Die Veranstaltung wurde von C9 Hotelworks, QUO und Mrs B Group organisiert.